Eine gesunde Möglichkeit

Leben Sie Ihr Leben?

Kategorie: Sein

Sich achtsam zuhören, Wege finden und Ziele erreichen

 
…eine persönliche Erfahrung…
 
Heute möchte ich Ihnen von einer besonderen Begegnung berichten – einem persönlichen Erlebnis.

Kennen Sie das Gefühl unzufrieden zu sein? Dann heißt es, das Leben in die Hand zu nehmen, sich also sein Leben genau anzusehen und zu schauen, was die Ursache für diese Unzufriedenheit ist.
Genau das habe ich getan. Ich bin in den letzten Monaten einen großen Schritt gegangen, ohne zu wissen, was passiert und wohin es gehen würde. Klar, ich hatte Ziele vor Augen, aber ich wusste nicht, ob ich meine Ziele erreichen würde oder ob ich mir nicht selbst ein Bein stelle (Forderungen/eigene Vorstellungen an den Arbeitgeber heranzutragen, ist ja immer so ein Thema für sich).

Heute muss ich sagen, dass ich stolz auf mich bin. Ich habe etwas gewagt, was viele Menschen nicht getan hätten und ich war erfolgreich. Ich habe auf meine innere Stimme gehört und meine Bedürfnisse und Wünsche vertreten. Ich bin meinen Weg erfolgreich gegangen. Das hört sich nun so einfach an, ich habe viel abgewägt, hatte große Bedenken und auch Ängste.

Ja, ich habe es geschafft! Aber irgendwie war da noch immer etwas. Nicht offensichtlich, aber irgendwo in mir schlummerte noch eine Baustelle. Diese habe ich jedoch nicht wirklich wahrgenommen und mir war nicht bewusst, wie wichtig und elementar sie für mich war.
 
Man kann Dir den Weg weisen, gehen musst Du ihn selbst (Bruce Lee).
 
Ich war der Meinung, nun sei alles so, wie ich es mir wünsche.
 
 
Und dann war da diese Begegnung:

Kaffeetrinken an einem Sonntag, eine Person war dabei, die ich noch nicht kannte und genau diese Person sollte an dem Tag mein Leben in die richtige Bahn lenken – durch eine normale Unterhaltung, Fragestellungen und Anmerkungen.

Es dauerte nicht lange, wir sprachen über mich – da waren wir bei einem Thema angelangt, was mich emotional aus der Bahn warf. Ich war sehr berührt und betroffen, da stieg etwas in mir hoch, was wohl schon lange heraus wollte.
 
Kennen Sie das, dass Ihnen bewusst wird, etwas ändern zu müssen und zwar am besten “gestern”, Sie aber keinen Weg sehen!? Ihnen ist klar, dass jemand gerade ein Thema (Ihr Thema) angerissen hat, was sie seit langer Zeit unbewusst mit sich führen, was Ihre Unzufriedenheit und Anspannung nährt.
Sie wissen es, Sie wissen es schon lange, verdrängen es jedoch die ganze Zeit, weil Sie keinen Ausweg gesehen haben, Ihnen vielleicht die Mittel fehlen.

Genau so ging es mir. Es war erschreckend. Ich hatte doch gerade erst ein elementares Thema angefasst und erfolgreich bearbeitet und dann…. das Nächste und hier gab es keinen Ausweg – mir fehlten die Mittel und ich habe in dem Moment das erste Mal gefühlt, wie wichtig es ist, diese Baustelle sofort angehen zu müssen – SOFORT! Ich würde sonst nicht zur Ruhe kommen können, keine Entspannung finden – nur der bereits erfolgreich gegangene Schritt würde nicht ausreichen, um meine Zufriedenheit wieder herzustellen – wovon ich bin zum Kaffeetrinken ausgegangen war.
Es ist ein “gemeiner” und entscheidender Moment: dieses zu erkennen. Jemanden vor sich sitzen zu haben, der einem dann vermittelt, dass man nur daran glauben muss, sich dafür öffnen müsste, dann würde es eine Lösung geben – so jemanden konnte ich in dem Moment nicht gebrauchen, denn ich wusste: ES GAB KEINE LÖSUNG!
 
Sie kennen sicher Motivationssprüche dieser Art, ich liebe diese Sprüche übrigens. An Ihnen ist viel Wahres. Aber in dem Moment: “Nein!” – in meinem Fall traf das nicht zu: “Man muss nur daran glauben, sich für eine Lösung öffnen.”.
Und soll ich Ihnen etwas sagen? Ich bin dieser Person zutiefst dankbar. Und irgendwie habe ich Ihr auch, obwohl ich sie kaum kannte, vertraut. Sie hat mir so glaubhaft vermittelt, dass es – auch wenn ich keinen Weg sehe – einen Weg gibt.
 
Manchmal ist es besser zu handeln, als etwas nicht anzupacken, weil keine Lösung nicht in Sicht ist.
 
Es sind nicht die Bedingungen, die Dein Schicksal bestimmen, sondern Deine Entscheidungen.

 
Ab dem Zeitpunkt wusste ich, dass ich etwas ändern MUSS. Dieses Bedürfnis und Gefühl war so stark, dass ich bereits eine Stunde später die Lösung gesehen habe, ich wusste nicht, wie ich dort hinkommen sollte. Aber das Ziel stand fest: ich habe es klar vor meinen Augen gesehen. Das war Sonntag.
Ich konnte nicht schlafen, Gedanken kreisten. Ich habe Papiere gewälzt… bin gedanklich Wege durchgegangen, habe mich in Situationen gesehen, die für mich normalerweise nie in Frage kommen würden, nur um diesen Schritt bewältigen zu können, der so elementar war – noch viel elementarer als die Änderungen an meinem Arbeitsplatz.

Die nächsten Tage drehten sich nur um dieses Thema, stundenlang habe ich Wege und Optionen ausgemacht. Und soll ich Ihnen etwas sagen?! Es sollte so sein…
Ich bin auf Menschen getroffen, die mich nicht kannten – dank der Person vom Kaffeetrinken. Diese sind mir so sehr entgegengekommen, dass am Mittwoch (3 Tage später) der Weg gebahnt war. Besiegelt mit einer Unterschrift. Die Lösung ist nun zum Greifen nahe, der Weg ist vorhanden. Und die Lösung sieht in Wirklichkeit genau so aus, wie ich sie vor Augen hatte – das war wie im Fernsehen ;-)

Das alles ist gute 3 Wochen her. Klar, ich habe noch viele Stunden damit verbracht, um den Weg zu ebnen, damit alles reibungslos läuft. Nun bin ich den Weg innerhalb dieser Tage bereits zu 90% gegangen, die letzten 10% kann ich erst im Dezember gehen. Ich freue mich riesig.
 
Danke… für dieses besondere Kaffeetrinken, danke, dass ich dieser Person begegnen und sie vor allem kennenlernen durfte. Dieses Gefühl von Zufriedenheit und Wohlbefinden ist einmalig, ich bin sehr erleichtert. Danke für die Menschen, die mich bei diesem Schritt unterstützt haben und weiterhin unterstützen.
 
Zwei große Schritte innerhalb einiger Wochen – Schritte, die ich vielleicht hätte eher gehen sollen… Vorher war jedoch noch nicht der richtige Zeitpunkt. Heute bin ich froh, dass es so abgelaufen ist. Es sollte so sein.
 
 
Heute möchte ich Ihnen auf diesem Weg sagen:

Hören Sie auf Ihre innere Stimme, auch wenn sie noch so leise ist. Nehmen Sie sich Zeit für diese Stimme, die Sie vielleicht noch nicht richtig verstehen können. Es lohnt sich.
Und “ja”… Lassen Sie Gedanken und Gefühle zu, auch wenn Sie unmöglich scheinen. Glauben Sie an Wege und Optionen und öffnen Sie sich. Ich habe es so eindrucksvoll erleben dürfen und hoffe Ihnen damit auch Mut für Ihre Schritte machen zu können.
 
Ich vertraue mir, ich höre mir zu, ich finde Wege und Lösungen.
 
 
Auf ein noch schöneres, erfülltes und achtsames Leben,
Ihre Sarah Backes
 
 
PS. Ich freue mich auf Ihre Kommentare. In dem Artikel habe ich aus persönlichen Gründen nur verallgemeinert Informationen preisgeben können. Gerne beantworte ich Ihre Fragen, falls einige entstehen.
 

Im Dunkeln munkeln

Ja, Sie haben richtig gelesen, ich habe mich nicht verschrieben. Ich habe gestern “im Dunkeln gemunkelt” und es war klasse.

Ich bin mit Freunden in der Dunkelheit durch den Wildpark gegangen. Die Wege waren mit Fackeln oder Feuerkörben beleuchtet. Es gab die Möglichkeit eine Kleinigkeit zu essen und einen Glühwein, Punsch oder z.B. Kakao zu trinken. Bunte Gestalten mit Zipfelmützen und viele Kinder bereicherten das Bild.

Wir konnten die Tiere im Dunkeln beobachten, den Geräuschen der Nacht und der Tiere lauschen und all das in herrlicher Atmosphäre. Wenn ich heute daran zurückdenke, habe ich ein Lächeln im Gesicht und weiß, dass ich so etwas viel häufiger machen muss.

Diese Dunkel-Munkel-Nacht war für Kinder ausgerichtet (als Zielgruppe), aber so liebevoll und mit vielen kleinen Details, dass sie auch für Erwachsene lohnenswert war. Ich habe mich in die Kindheit zurückversetzt gefühlt, wobei mich auch die Unbeschwertheit der Kindheit eingeholt hat. Dabei war es schön, sich an so viele kleinen und einfachen Dingen zu erfreuen.

Es war irgendwie aufregend und zugleich auch beschaulich sich im Dunkeln in dieser Atmosphäre zu bewegen. Das Nachtleben der Tiere zu verfolgen war einmalig und zeitgleich dem Knistern des Feuerkorbes zu lauschen, der uns wärmte und uns davor bewahrt hat, nicht sofort wieder nach Hause zu fahren (-1°C).

Der Wald war teilweise mit floureszierender Dekoration geschmuckt, wobei mir das auf dem Foto abgebildete Herz besser gefallen hat, da es mit so einfachen Mitteln hergestellt wurde. Am Wegesrand wurde die Dunkelheit durch musizierende Elfen untermalt, die am Rande eines Gewässers – ganz in der Nähe des Wunschbaumes – standen.

Ja, es gab einen Wunschbaum. Ich war ein wenig hin- und hergerissen, aber eigentlich war die Entscheidung schnell getroffen. Auch ich wollte einen Wunsch am Wunschbaum hinterlassen. Im Kopf war der Wunsch sofort und nach kurzem Zögern auch notiert. Durch das konkrete Formulieren bekomme ich, wie ich immer wieder feststelle, einen engeren Bezug zu meinem Wunsch. Nun hängt mein Wunsch mit vielen anderen am Wunschbaum… Und ich glaube fest daran, dass er in Erfüllung geht…

Ist es nicht so, dass wir viel zu sehr in unseren Gewohnheiten gefangen sind? Gehen Sie einmal andere Wege, machen Sie etwas Neues oder “Verrücktes”. Sie werden davon profitieren und so wie ich heute mit einem Lächeln an Ihr Erlebnis denken.

Ich habe übrigens gleich heute meinen Vorsatz fortgeführt. Ich liebe das Rascheln des Laubes. Mit dem Fahrrad habe ich es dieses Jahr schon häufiger genossen.
Heute bin ich zu Fuß durch das Laub “geraschelt”, habe die Füße bewusst nicht angehoben und habe seit vielen Jahren endlich mal wieder das Laub in die Hände genommen und wie als kleines Mädchen in die Luft geworfen :-) … Es hat sich so gut angefühlt, dass ich es auf jeden Fall wiederholen werde…

Ich werde ab heute häufiger aus dem Alltag und meinen Gewohnheiten ausbrechen, auf meine innere Stimme hören und öfter “verrückte” Dinge tun – ich werde noch bewusster Leben und mich über mein Leben und die vielen kleinen Dinge freuen.

Schöne Grüße,
Ihre Sarah Backes

 

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte

Wenn ich mein Leben noch einmal leben könnte,
im nächsten Leben würde ich versuchen, mehr Fehler zu machen.

Ich würde nicht so perfekt sein wollen,
ich würde mich mehr entspannen,
ich wäre ein bisschen verrückter, als ich gewesen bin,
ich würde viel weniger Dinge so ernst nehmen,
ich würde nicht so gesund leben, mehr riskieren,
würde mehr reisen, Sonnenuntergänge betrachten,
mehr bergsteigen, mehr in Flüssen schwimmen.

Ich war einer dieser klugen Menschen,
die jede Minute ihres Lebens fruchtbar verbrachten;
freilich hatte ich auch Momente der Freude,
aber wenn ich noch einmal anfangen könnte,
würde ich versuchen, nur mehr gute Augenblicke zu haben.

Falls Du es noch nicht weißt, aus diesen besteht nämlich das Leben.
Nur aus Augenblicken; vergiss nicht den jetzigen.

Wenn ich noch einmal leben könnte,
würde ich von Frühlingsbeginn an bis in den Spätherbst hinein barfuß gehen.

Und ich würde mehr mit Kindern spielen,
wenn ich das Leben noch vor mir hätte.

Aber sehen Sie … ich bin 85 Jahre alt und weiß,
dass ich bald sterben werde.

Jorge Luis Borges

 

Seien Sie nicht so streng mit sich selbst… Genießen Sie den Augenblick und leben Sie…

 

Herbstanfang

Heute ist kalendarischer Herbstanfang. Für mich hat der Herbst gestern ganz bewusst begonnen, denn gestern bin ich “dem Herbst” begegnet.

Ich war gegen Abend mit meinen beiden steten Begleitern – Nordic-Walking-Stöcke :-) – unterwegs und habe die Sonnenstrahlen und die herrliche Luft genossen, um den Feierabend einzuleiten. Als ich losgelaufen bin, schien die Sonne, sie wärmte meinen Rücken, hat die Farben der Natur leuchten lassen, während der Wind die ersten Laubblättern vom Bürgersteig in die Gräben gepustet hat. Teilweise verschwand die Sonne, untergegangen konnte sie noch nicht sein. Es war zwar früher Abend, aber eine halbe bis dreiviertel Stunde sollte sie mich noch begleiten. Die Sonne wurde von großen grauen Wolken bedeckt, die nicht allzu freundlich wirkten. Und tatsächlich nahm der Wind eher etwas zu und die dunkelgrauen Wolken sammelten sich über mir. Durch einige kleine Löcher linste die Sonne hindurch. Und dann war er da – der Herbst:

Über mir eine dunkelgraue Wolkendecke, die Sonne bereits am Horizont zu sehen, auf dem Weg unterzugehen. Das Licht veränderte sich. Ich denke, dass Sie dieses Licht kennen, ich finde es wunderbar. Die Sonne leuchtete enorm hell, geradezu magisch – wie kurz vor einem Gewitter. Die Landschaft wurde in leuchtende Farben getaucht und es dauerte nicht lange, bis es zu regnen begann. Der Regenbogen ließ nicht lange auf sich warten und neben der Sonne, dem Wind, den dunkelgrauen Wolken und dem ca. 10-minütigen Regen begleitete mich nun auch der Regenbogen.
Nächstes Mal werde ich wieder meine Digitalkamera mitnehmen, damit ich Sie an diesem Moment teilhaben lassen kann.

Neben den Farben, die der Herbst mit sich bringt, dem wechselhaften Wetter, dem Wind und Sturm, liebe ich die Abendluft. Vor ca. 2 Stunden habe ich diese Luft das erste Mal wieder wahrgenommen. Heute war ich ein bißchen spät mit meinem Sportprogramm, aber im nachhinein sehr dankbar. Kennen Sie das, wenn es zu dämmern beginnt, die Wärme der Sonne ausbleibt, die Luft ganz klar und langsam kühl wird? Ich mag diese Luft und ich mag den Herbst… Und nun ist er da…

Einen schönen Herbstanfang und ein schönes Wochenende wünscht Ihnen

Ihre Sarah Backes

Etwas für sich tun

Wann haben Sie zuletzt etwas für sich getan? Es muss nichts Großartiges sein. Aber wichtig ist, dass Sie an sich denken. Dabei kann es sich um einen Spaziergang handeln, Sie können sich auch einfach in den Garten setzen, die Natur genießen, sich auf das Sofa lümmeln und nichts tun oder aber Sie gehen ein Eis essen, schlendern durch die Stadt… wonach Ihnen eben ist und was Ihnen gut tut.

Ich kann für mich sagen, dass ich gerne und viel Sport treibe. Das ist oft mein Weg, etwas für mich zu tun. Dabei ist es mir wichtig, mich draußen zu bewegen und mich auszupowern – so kann ich Stress abbauen, entspanne mich gleichzeitig und spüre mich deutlich (gestern ein wenig zu deutlich *lach* -> dickes Knie). Vor 6-7 Jahren hätte ich niemals gedacht, dass ich fast zum Sport-Junkie werde :-) Es tut so gut und macht so viel Spaß. Ebenso gerne nehme ich mir ein Buch zur Hand oder genieße, wie jetzt gerade, das Gewitter vor meinem Fenster – ein wunderbares Schauspiel der Natur.

Wie geht es Ihnen? Was machen Sie gerne – haben es aber vielleicht schon viel zu lange nicht mehr getan. Holen Sie es nach – gleich morgen. Nehmen Sie sich die Zeit, etwas für sich zu tun. Sie haben keine Zeit? Das glaube ich Ihnen nicht! Sie können auch in 30min oder weniger bereits sehr viel für sich tun…

Nehmen Sie sich ein Buch, gehen Sie einfach an die frische Luft oder sehen Sie einmal ganz bewusst aus dem Fenster und nehmen alles wahr (Was sehen sie genau? Was ist Ihnen vielleicht noch nie aufgefallen? Was riechen Sie? Was hören Sie gerade?… Seien Sie einfach mal nur ganz Sie selbst – bewerten Sie nicht, machen sich keine Gedanken über den nächsten Tag o.ä.)… Die kleinen unkomplizierten Dinge können bereits so erfüllend sein.

Das Jetzt und der Moment haben den Wert, den Sie ihm geben – genießen Sie ihn.

Ich wünsche Ihnen Viel Freude dabei, ganz bewusst etwas für sich zu tun,
Ihre Sarah Backes

Was tun Sie für sich? Schreiben Sie gerne ein paar Worte in einem kurzen Kommentar (keine Angst: Vorname reicht) – so können Sie anderen helfen, die noch keinen Weg für sich gefunden haben bzw. Anregungen geben.

 

Der Suchende

 
Gestern ist mir eine Geschichte begegnet, die ich mit Ihnen teilen möchte. Sie hat mir besonders gefallen. Ich wünsche Ihnen viel Freude mit den folgenden Zeilen und freue mich über Kommentare…
 
 
Der Suchende

Dies ist die Geschichte eines Mannes, den ich als Suchenden bezeichnen würde.

Ein Suchender ist jemand, der sucht, nicht unbedingt jemand, der findet.

Auch ist es nicht unbedingt jemand, der weiß, wonach er sucht. Es ist schlicht und einfach jemand, für den das Leben eine Suche ist.

Eines Tages spürte der Suchende den Drang, nach Kammir zu gehen. Er hatte es sich zur Gewohnheit gemacht, mit solchen Eingebungen, die von irgendwoher aus seinem Inneren kamen, nicht lange zu fackeln und ihnen einfach zu folgen. Er ließ also alles stehen und liegen und machte sich auf den Weg.

Nach zwei Tagesmärschen über staubige Wege sah er in der Ferne Kammir liegen. Kurz vor dem Dorfeingang fiel ihm am rechten Wegesrand ein Hügel auf. Er war von einem wunderschönen Grün überzogen, und Bäume, Vögel und zauberhafte Blumen gab es dort in unendlicher Zahl. Rings um den Hügel zog sich ein niedriger polierter Holzzaun.

Ein Bronzetor lud ein zum Eintreten.

Sofort war das Dorf vergessen, und er gab der Versuchung nach, sich einen Moment an diesem Ort auszuruhen.

Der Suchende durchschritt das Tor und begann langsam zwischen den weißen Steinen umherzuspazieren, die verstreut zwischen den Bäumen standen.

Er ließ seine Augen wie Schmetterlinge auf jedem Detail dieses frabenprächtigen Paradieses ruhen.

Seine Augen waren die eines Suchenden, und vielleicht erkannte er deshalb auf einem Stein jene Inschrift:

Abdul Tareg, lebte 8 Jahre, 6 Monate, 2 Wochen und 3 Tage

Er erschrak ein wenig, als er merkte, daß der Stein nicht einfach nur ein Stein, sondern ein Grabstein war.

Es schmerzte ihn, zu erfahren, daß ein so junges Menschenkind an diesem Ort begraben lag.

Als er sich weiter umschaute, bemerkte der Mann, daß auch der nächste Stein eine Inschrift trug. Er trat an ihn heran und las:

Yamir Kalib, lebte 5 Jahre, 8 Monate und 3 Wochen

Der Suchende zeigte sich zutiefst erschüttert.

Dieser hübsche Ort war ein Friedhof, und jeder Stein war ein Grab.

Nach und nach begann er die einzelnen Grabsteine zu entziffern.

Alle hatten sie ähnliche Inschriften: einen Namen, und die genaue Lebenszeit des Toten.

Was ihn aber derart in Schrecken versetzte, war die Tatsache, dass der älteste von ihnen kaum länger als elf Jahre gelebt hatte.

Von unendlichem Schmerz überwältigt setze er sich nieder und weinte.

Der Friedhöfswärter kam des Weges und trat auf ihn zu.

Er sah eine Weile still beim Weinen zu und fragte ihn dann, ob er um einen Familienangehörigen trauere.

“Nein, kein Angehöriger”, sagte der Suchende. “Aber was ist nur in diesem Dorf geschehen? Von welchem Schrecken wurde dieser Ort heimgesucht? Warum liegen hier so viele Kinder begraben? Was für ein böser Fluch lastet auf diesen Menschen, daß sie einen Kinderfriedhof haben errichten müssen?”

Der Alte lächelte und sagte: “Beruhigen Sie sich. Es gibt keinen Fluch. Wir haben hier einen alten Brauch. Ich werde Ihnen davon erzählen:

Wenn ein Jugendlicher fünfzehn Jahre alt wird, schenken ihm seine Eltern ein kleines Heftchen, so wie dieses, das ich hier trage, und das hängt er sich um den Hals. Unser Brauch ist es, daß von diesem Moment an jeder Augenblick, in dem etwas Schönes widerfährt, in diesem Büchlein festgehalten wird.

Links wird aufgeschrieben, was uns so glücklich gemacht hat.

Und Rechts, wie lang das Glück gedauert hat.

Seine künftige Braut kennengelernt und sich in sie verliebt zu haben. Wie lange dauert die große Leidenschaft, wie lang währt dieses Glück? Eine Woche? Zwei? Dreieinhalb?

Und dann der erste Kuß, wie lange hält der große Zauber an? Eineinhalb Minuten, solange wie der Kuß? Zwei Tage? Eine Woche?

Schwanger zu werden und das erste Kind zur Welt bringen?

Und die Hochzeit der Freunde?

Die lang ersehnte Traumreise?

Und das erste Wiedersehen mit dem Bruder nach seiner Rückkehr aus einem fernen Land?

Wie lange dauert die Freude über diese Momente? Stunden? Tage?

Und so halten wir jeden freudvollen Augenblick in diesem Büchlein fest. Jeden einzelnen.

Und wenn jemand stirbt,
so ist es der Brauch,
sein Büchlein aufzuschlagen
und die Glücksmomente zusammenzurechnen,
um das Ergebnis auf sein Grab zu schreiben.

Denn für uns ist einzig und allein dies die wirklich gelebte Zeit.
 
 
Jorge Bucay, „Geschichten zum Nachdenken“, Ammann Verlag, 2006

Wie ein Kind lernt

Ein Kind beginnt zu lernen, wenn es seine Finger und Zehen bewegt und sich dessen bewusst wird. Es nimmt die Gewohnheiten und Haltungen der Menschen in seiner Umgebung an und setzt sich mit seiner eigenen Umwelt auseinander. So lernt ein Kind mehr durch Versuche als durch Irrtum, mehr durch Freude als durch Schmerz, mehr durch eigene Erfahrung als durch das, was wir ihm vorschlagen und sagen, und mehr durch Hinweise als durch Anweisungen. So lernt ein Kind durch Zuneigung, durch Liebe, durch Geduld, durch Verständnis, durch das Gefühl der Zugehörigkeit, durch Tun und durch Sein.
Täglich lernt das Kind ein wenig von dem kennen, was du weißt, und wird ein wenig bereichert durch das, was du denkst und begreifst. Was Du träumst und glaubst, überträgt sich auf das Kind. So wie du deutlich oder verschwommen wahrnimmst, klar oder verworren denkst, töricht oder weise glaubst, trübe oder goldene Träume hast, so wie Du lügst oder die Wahrheit sagst, so lernt ein Kind.

in wörtlicher Übersetzung: Büro der Schulinspektion, Erziehungsministerium des Staates New York

Ich finde diese Zeilen sehr aussagekräftig, sie verraten so viel über das Leben, denn das Leben besteht aus “Lernen” (Foto: heute würde ich die Größe eines Fisches vermutlich anders zeigen).

Viel Freude damit,
Ihre Sarah Backes

Lernen ist die größte Freude, weil jedes Mal, wenn man etwas gelernt hat, etwas Neues wird. Man kann nichts lernen, ohne alles, was man ist, zu dem Erlernten in Beziehung zu setzen.

Sonnenstrahlen

Die Sonne scheint, wenige kleine Schönwetterwolken zieren den blauen Himmel. Es weht ein leichter Wind, aber in der Sonne lässt es sich bereits gut aushalten. Die Krokusse blühen und heute bei einem Spaziergang habe ich entdeckt, wie an vielen Sträuchern und Bäumen sich bereits die ersten Blätter Ihren Weg suchen.

Ist es nicht schön, einfach ein wenig Sonne zu tanken – einen Spazierganz zu machen, in den Garten zu gehen, Rad zu fahren oder nur am Fenster zu stehen und es zu genießen, wie die Sonnenstrahlen das Gesicht wärmen.

Das sind Momente,  in denen ich – und ich vermute, Ihnen geht es ähnlich – registriere, wie beschäftigt ich eigentlich sonst bin und wie schön es ist, ein paar Minuten nichts zu tun, sich einfach nur auf das “hier und jetzt” zu konzentrieren, den Moment zu genießen, einzufangen und alles sein zu lassen, wie es ist und dabei alles um sich herum wahrzunehmen.

Ich habe mir vorgenommen solche Momente in Zukunft häufiger zu erleben, bewusster zu leben, zu versuchen öfter im “hier und jetzt” zu sein.
Ist es nicht so, dass wir mit unseren Gedanken oft schon bei dem nächsten Termin sind und somit gedanklich nicht “hier” sind. Wir berauben uns diesen Moments, wir nehmen nicht alles wahr, sind vielleicht innerlich unruhig, gestresst und können nicht genießen und nicht 100%ig für uns und unser gegenüber da sein.

Die Sonne schafft es immer wieder mich zu bremsen, mich zu ermutigen einfach hinauszugehen und den Moment zu genießen, meinen Kopf zu lehren. Ich mag die Sonne, die Helligkeit, die Freundlichkeit der Menschen, die die Sonne in sie zaubert bzw. ihnen entlockt.

Ich freue mich auf den Sommer, auf noch mehr Sommersprossen, auf das Grün der Pflanzen, auf alles was dazu gehört. Ich freue mich auf das LEBEN.

Sonnige Grüße,

Ihre Sarah Backes

Sein, wie ich bin

Unterwegs auf meiner Suche und zu Beginn meines neuen Lebens, habe ich festgestellt, wie wichtig es ist, so zu sein, wie ich bin. Eigentlich war ich der Meinung, dieses schon immer gewusst zu haben – weit gefehlt!

Ja, ist es denn nicht selbstverständlich? Sollte man denn nicht immer so sein, wie man ist?
- Natürlich!
Leichter gesagt als getan. Ich denke, dass jeder schon einmal in einer Situation bzw. an einem Punkt war, wo man über sein eigenes Leben nachgedacht hat.

Kann ich in meinem jetzigen Leben – beruflich und privat – so sein, wie ich bin?
Ich denke, dass viele behaupten würden, so zu sein, wie sie sind, dass sie sich immer und jederzeit so geben können, wie sie sind. Aber sind Sie ehrlich mit sich? Wäre es nicht vielleicht zu schmerzlich zu erkennen, dass es nicht so ist?

Wissen Sie denn, wer sie sind? Wofür Sie leben? Was Ihnen wichtig ist….
Ist es nicht viel zu oft so, dass die Gesellschaft und unser Umfeld uns vorgeben, wie wir “zu sein” haben?
Der genormte Mensch, der an die Gesellschaft angepasste Mensch…
Haben Sie sich schon einmal bei dem Gedanken erwischt: Was sollen die anderen denn denken?

Hätten Sie mich vor zwei Jahren gefragt, ob ich so sein kann, wie ich bin, hätte ich, wenn ich ehrlich bin, “nein” antworten müssen. Ich glaube, dass es noch viel zu vielen Menschen so geht.

Dabei ist es für uns in jeglicher Hinsicht das Wichtigste so sein zu können, wie wir sind – jeder einzelne von uns. Denn erst dann sind wir in unserer Mitte, akzeptieren uns und können so erst unser Leben genießen – auch dann werden erst zwischenmenschliche Beziehungen erfüllend und vollkommen sein.

Sein, wie ich bin – erkennen, wer ich bin…

Ein Weg, der nicht immer leicht ist, jedoch letztendlich so erfüllend sein wird.

Erst, wenn ich weiß, wer ich bin, kann ich sein, wie ich bin. Ich erkenne den Sinn in meinem Leben und kann mein Leben neu für mich definieren, Ziele setzen und mich auf meinen Weg machen.

Was ist Ihnen wichtig im Leben?
Wofür leben Sie?

Leben Sie ihr eigenes Leben?

Erst wenn Du DICH kennst und gelernt hast, Dich zu akzeptieren, kannst Du Dein Leben genießen.
Wenn wir uns ablehnen oder wenn wir nicht so sein können, wie wir sind, vergiften wir unser Leben und das der anderen. Wir sind dann ständig mit uns unzufrieden, haben immer etwas an uns und den anderen auszusetzen, sind unfähig zu genießen.
Erst wenn wir wissen, wer wir sind und
uns akzeptieren, können wir unser Leben leben. Erst dann öffnet das Leben sein Füllhorn für uns und wir können es erfolgreich und befriedigend gestalten. Beginne deshalb damit, Dich zu fragen, ob Du Dein Leben lebst. Was ist Dir wichtig? Wofür lebst Du?

Sein, wie ich bin…

Die Arbeit am eigenen Leben ist sehr erfüllend. Und ich freue mich darauf, gemeinsam mit Ihnen den Tag zu erleben, wo wir unser Leben so selbstbestimmt leben können, dass wir z.B. für uns sagen können “heute schlafe ich aus” oder “morgen reise ich nach…”

Ich hoffe Ihnen einige Denkanstöße mit auf Ihren Weg gegeben zu haben und würde mich freuen Sie hier wieder zu sehen,
in Kürze erfahren Sie mehr über “meine gesunde Möglichkeit” und den Weg gemeinsam mit mir Ihre Ziele verwirklichen und Ihr Leben leben zu können,

Ihre Sarah Backes

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